Ich lobe, rühme und preise dich, mein Gott,
weil du mir so unermessliche Wohltaten erwiesen hast,
obwohl ich selbst deren unwürdig bin.

Ich lobe deine Milde: lange wartest du auf mich,
deine wohlwollende Freundlichkeit: wenn ich mich verstelle, rügst du mich,
deine väterliche Liebe: du rufst mich,
deine Gutmütigkeit: du nimmst mich auf,
deine Barmherzigkeit: du vergibst mir meine Sünden,
deine Güte: über meine Verdienste hinaus setzt du dich für mich ein,
dass du dich herabneigst: du tröstest mich,
deine Geduld: meines Unrechts gedenkst du nicht,
deine Ewigkeit: du erhälst mich,
deine Wahrheit: du schenkst mir Lohn.

Was soll ich sagen, mein Gott, über deine unaussprechliche Freigebigkeit?
Denn du rufst mich, wenn ich fliehe,
nimmst mich auf, wenn ich zurückkehre,
stützt mich, wenn ich schwanke,
erfüllst mich mit Freude, wenn ich verzweifle,
treibst mich an, wenn ich gleichgültig bin,
gibst mir Waffen, wenn ich kämpfe,
schenkst mit die Krone, wenn ich den Sieg erlange.

Als Sünder verschmähst du mich nicht, wenn ich Buße getan habe,
des Unrechts gedenkst du nicht mehr,
aus vielen Gefahren befreist du,
zur Buße erweichst du das Herz.

Du erschreckst mit Strafen,
lockst mit Verheißungen,
züchtigst mit Geißeln,
behütest durch den Dienst deine Engel.
Die zeitlichen Güter reichst du dar,
die ewigen bewahrst du uns auf.
Du ermahnst mit der Würde der Schöpfung,
du lädst ein durch die Milde der Erlösung,
du verheißt den Preis ewigen Lohns.

Für dies alles kann ich dich nicht genügend loben.
Deiner Herrlichkeit danke ich
für das reiche Übermaß deiner unermesslichen Güte.
Immer mögest du mir die Gnade vervielfältigen,
die vervielfältigte Gnade bewahren
und die bewahrte Gnade lohnen.